Die Ferienzeit ist ideal, um neue Wege zu entdecken, gemeinsam unterwegs zu sein und den Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Gerade mit dem E-Bike lassen sich längere Strecken bequem zurücklegen, ohne dass dabei der Fahrspass zu kurz kommt. Ob eine gemütliche Tour entlang eines Sees, eine Fahrt durch hügelige Landschaften oder ein ganztägiger Familienausflug: Das E-Bike eröffnet viele Möglichkeiten.
Damit die geplante Tour nicht früher endet als gedacht, spielt die Reichweite des Akkus eine wichtige Rolle. Vor allem bei längeren Ausflügen kann ein zweiter Akku sinnvoll sein. Er schafft zusätzliche Sicherheit, erweitert den Aktionsradius und sorgt dafür, dass Sie unterwegs flexibler bleiben.
Mehr Reichweite für längere Ausflüge
Wer nur kurze Strecken im Alltag fährt, kommt mit einer Akkuladung in der Regel gut zurecht. In den Ferien sieht das oft anders aus. Plötzlich stehen längere Touren auf dem Programm, die Route führt über unbekanntes Terrain oder es kommen spontan noch einige Kilometer dazu.
Vielleicht entdecken Sie unterwegs einen schönen Aussichtspunkt, möchten noch einen Abstecher zu einem Badesee machen oder die ursprünglich geplante Strecke verlängern. Mit einem zweiten Akku müssen Sie nicht den Ladestand im Blick behalten. Statt die Tour an der verbleibenden Reichweite auszurichten, können Sie den Ausflug deutlich entspannter geniessen.
Ein Ersatzakku kann einfach mitgenommen und bei Bedarf gewechselt werden. So steht zusätzliche Energie zur Verfügung, ohne dass eine längere Ladepause eingeplant werden muss.

Besonders praktisch für Familien
Für Familien ist das E-Bike eine komfortable Möglichkeit, gemeinsam längere Ausflüge zu unternehmen. Kinder können je nach Alter auf dem eigenen Fahrrad mitfahren oder in einem Fahrradanhänger Platz nehmen. Dazu kommen oft Gepäck, Getränke, Verpflegung, Wechselkleidung oder Badesachen.
All dieses zusätzliche Gewicht wirkt sich auf den Energieverbrauch des E-Bikes aus. Wenn die Kids selber auf motorlosen Fahrrädern pedalieren, wird wohl ein Akku ausreichend sein, da die Tour nicht beliebig lang sein kann. Sitzen die Kids aber im Anhänger, sieht die Sache anders aus: Anhänger fordern dem Motor mehr Leistung ab. Beim Anfahren, an Steigungen oder bei Gegenwind muss der Antrieb deutlich stärker unterstützen. Da kommt ein zusätzliches Energiepaket in Form eines Zweitakkus wie gerufen.
Auch wenn eine Strecke auf der Karte zunächst nicht besonders anspruchsvoll wirkt, kann sich der erhöhte Energiebedarf im Verlauf der Tour bemerkbar machen. Ein zweiter Akku sorgt in dieser Situation für mehr Sicherheit. Gerade wenn Kinder dabei sind, ist es angenehm zu wissen, dass die Rückfahrt nicht von der verbleibenden Akkukapazität abhängig ist.
Die tatsächliche Akkulaufzeit hängt von mehreren Faktoren ab
Die Reichweite eines E-Bike-Akkus lässt sich nicht pauschal festlegen. Sie wird von unterschiedlichen Bedingungen beeinflusst, die sich während einer Tour verändern können.
Gewählte Unterstützungsstufe
Die gewählte Unterstützungsstufe hat einen direkten Einfluss auf die Akkulaufzeit und ist einer der wesentlichen Einflussfaktoren auf die Reichweite. Wer überwiegend mit hoher Motorunterstützung fährt, verbraucht mehr Energie als bei einer niedrigeren Stufe.
Gerade auf längeren Touren lohnt es sich, die Unterstützung an die jeweilige Strecke anzupassen. Auf flachen Abschnitten kann eine geringere Stufe ausreichen, während bei Steigungen oder Gegenwind mehr Unterstützung angenehm ist.
Ein zweiter Akku bietet dabei zusätzlichen Komfort. Sie müssen nicht während der gesamten Fahrt besonders sparsam unterwegs sein, sondern können die Unterstützung nutzen, die Sie gerade benötigen.
Höhenmeter der Strecke
Ebenfalls einen starken Einfluss hat die Topografie der Strecke. Eine flache Strecke benötigt wesentlich weniger Energie als eine Tour mit vielen Steigungen. Je mehr Höhenmeter bewältigt werden müssen, desto stärker wird der Motor gefordert.
Gerade in hügeligen Ferienregionen oder auf Touren in den Bergen kann der Akku deshalb schneller an Kapazität verlieren als auf einer vergleichbaren Strecke im Flachland. Dabei spielt nicht nur die Länge der Steigungen eine Rolle, sondern auch ihre Intensität. Wer verhindern will, dass er sich mit dem schweren E-Bike bergauf quälen muss, ist mit einem zusätzlichen Akku gut beraten.
Gewicht
Neben dem Körpergewicht der fahrenden Person wirken sich auch Gepäck, Einkaufstaschen, Kindersitze oder Anhänger auf den Energieverbrauch aus. Je mehr Gewicht bewegt werden muss, desto mehr Unterstützung ist insbesondere beim Beschleunigen und Bergauffahren notwendig. Gerade Steigungen in Kombination mit hohem Gewicht sind grosse Energiefresser.
Bei einem Familienausflug kommt schnell einiges zusammen. Ein gut gefüllter Anhänger, Proviant für den Tag und zusätzliche Ausrüstung können die Reichweite stärker beeinflussen, als man zunächst erwartet.
Windwiderstand
Auch der Wind spielt eine Rolle. Gegenwind kann den Energieverbrauch deutlich erhöhen. Je stärker der Wind, desto mehr Leistung ist notwendig, um die Geschwindigkeit zu halten. Besonders auf offenen Strecken, an Seen oder in Küstenregionen kann der Wind einen spürbaren Einfluss auf die Reichweite haben.
Auch ein Fahrradanhänger vergrössert die Fläche, auf die der Wind trifft. Dadurch steigt der Widerstand zusätzlich.
Rollwiderstand
Oft vergessen, und trotzdem relevant: der Rollwiderstand hat definitiv auch einen Einfluss auf die Reichweite eines E-Bikes. Dabei gibt es zwei zentrale Faktoren. 1. der Untergrund: während feiner Asphalt den Rollwiderstand minimiert, zehrt weicher oder unruhiger Untergrund (z.B. Erde, grober Schotter) wesentlich mehr am Akku. 2. das Rollmaterial: Reifendruck und Beschaffenheit des Reifens beeinflussen ebenfalls den Rollwiderstand und damit die Reichweite. Glatte City-Bike Reifen weisen einen tieferen Rollwiderstand auf als grobstollige Mountainbike Reifen. Zudem ist der Luftdruck im Reifen entscheidend. Zu schwach gepumpte Reifen können wegen des Rollwiderstands die Reichweite um gut 10 % reduzieren. Es lohnt sich also, auf die Bereifung und den Luftdruck zu achten.

Gut vorbereitet in die E-Bike-Ferien starten
Vor einer längeren Tour lohnt es sich, die geplante Strecke genauer anzuschauen. Wie viele Kilometer sind vorgesehen? Gibt es grössere Steigungen? Wird ein Anhänger mitgeführt? Wie schwer ist das Gepäck? Und stehen unterwegs Lademöglichkeiten zur Verfügung?
Da sich nicht alle Bedingungen genau vorhersagen lassen, bietet ein zweiter Akku zusätzliche Planungssicherheit. Er ist besonders sinnvoll, wenn Sie längere Tagesausflüge unternehmen, in einer hügeligen Region unterwegs sind oder mit der ganzen Familie fahren.
So bleibt mehr Raum für spontane Entscheidungen, kleine Umwege und ungeplante Pausen an besonders schönen Orten. Wenn du wissen willst, wie du den Akku am besten pflegst, dann findest du unsere Tipps hier >>
Wenn du wissen willst, wie du dein E-Bike am besten transportierst, findest du in diesem Artikel wertvolle Tipps.
